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Motorrad: Aber sicher!

Die Helm-Komponenten

Ein Motorradhelm besteht aus unzählig viele Teilen. Wagen wir mal einen Blick ins Detail des Helmes.

Helm Teaser

Die Außenschale

Die Außenschale absorbiert im Fall eines Aufpralls die Aufschlagsenergie und verteilt sie auf eine möglichste große Fläche. Als zentraler Teil des gesamten Schutzsystems „Helm“ dient sie auch dazu, die Innenschale gegen Durchdringung, Abrieb und Wettereinflüsse zu schützen.

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Die Innenschale

Sie besteht in der Regel aus expandiertem Polystrol-Hartschaum (EPS), besser bekannt unter dem Oberbegriff Styropor. Sie nimmt den Großteil der Aufprallenergie auf und verteilt die einwirkenden Kräfte gleichmäßig auf den Kopf. Zur besseren Dämpfung werden auch ein- oder mehrteilige Innenschalen mit unterschiedlichen EPS-Dichten verarbeitet.

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Helmpolster

Auf einer dünnen Trägerschicht aus Schaumstoff wird das Futter angebracht, das aus verschiedenen Textilgeweben bestehen kann. Viele Hersteller verwenden antiallergene Fasern, um den Tragekomfort zu erhöhen. Je dünner die Trägerschicht aus Schaumstoff ist, desto beständiger bleibt die Passform, denn Schaumstoff gibt im Laufe der Zeit nach, der Helm wackelt.

Bei der Außenschale unterscheidet man mit Blick auf ihr mechanisch-thermisches Verhalten zwischen zwei verschiedenen Arten: Dem Duroplast und dem Thermoplast.

Duroplast-Helme

  • Bestehen in der Regel aus einem Verbund von  Fasermatten, die mit Harz und Härter meist von Hand übereinander laminiert werden
  • Sehr hohe Festigkeit, kombiniert mit guten Dämpfungseigenschaften
  • Hohe Beständigkeit gegenüber UV-Strahlung und Lösungsmitteln

Thermoplast-Helme

  • Unter Hitzeeinwirkung werden Thermoplast-Granulate in einem maschinellen Spritzgussverfahren verarbeitet
  • Hohe Oberflächenhärte und Schlagdämpfung
  • Reagieren empfindlicher auf UV-Strahlung und Lösungsmittel. Werden zum Schutz in den meisten Fällen mit einer speziellen Lackschicht dafür versehen.  

Verschluss

In der Regel sind es breite, reißfeste Nylonriemen, die mit der Außenschale fest vernietet werden. Als Verschluss kommen verschiedene Systeme wie das Drucktasten-, Ratschen-, Doppel-D-Ring- oder Steckschloss zum Einsatz. Während Click-Systeme in der Handhabe einfacher sind, bietet der Doppel-D-Ring-Verschluss den Vorteil, dass er bei jeder Nutzung durch das Festzurren optimal angepasst wird. Der beste Verschluss nützt jedoch wenig, wenn er nicht verschlossen ist, so dass sich der Helm bei einem Sturz vom Kopf lösen kann. Von daher den Helmverschluss immer zu machen!

 

Visier oder Brille

Um das Gesicht unterwegs vor Fahrtwind, Insekten oder aufgewirbelten Gegenständen zu schützen, sind Helme in der Regel mit einem Visier ausgestattet. Jethelme beispielsweise werden mit einer Motorradbrille kombiniert. Auch diese wichtige Helmkomponente kann beispielsweise den nächsten großen Brummer nur dann vom Auge fernhalten, wenn sie auch geschlossen bzw. aufgesetzt wird. Ebenfalls als vorteilhaft haben sich doppelwandige Visiere etabliert, die wesentlich weniger anfällig für das Beschlagen sind. Wer kennt sie nicht, die mangelnde Sicht bei schlechtem Wetter durch ein beschlagenes Visier. Auch viele ältere Helme lassen sich hier für kleines Geld nachrüsten.

 


Mit freundlicher Unterstützung vom ifz (Institut für Zweiradsicherheit e.V.): www.ifz.de

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